Durch eine CED verändert sich der eigene Körper unter Umständen stark, manchmal ist er kaum wiederzuerkennen. Weshalb man akzeptieren muss, dass man psychisch nicht jeden Tag gleich stark ist, warum Narben auch ein gutes Zeichen sein können und warum Lachen so wichtig ist, erzählen Eva und Désirée in unserer Podcast-Folge zum Thema „Körperwahrnehmung“.
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„Mein Name ist Eva. Als ich die Diagnose Morbus Crohn erhalten habe, war das am Anfang wirklich eine Herausforderung für mich. Vieles in meinem Leben hat sich seitdem verändert. Heute kann ich sagen, dass ich gelernt habe, mit dem Morbus Crohn umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen. Das war allerdings nicht immer so. Nach meiner Diagnose wusste ich nicht so recht, wie ich kommunizieren soll, dass ich an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leide.
Das Schreiben hat mir dabei geholfen, alles zu verarbeiten. Gleichzeitig kann ich anderen dabei helfen, mit der neuen Situation umzugehen, indem ich meine Geschichte öffentlich mache.
Ich möchte über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen aufklären und anderen Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Zusammen mit Johnson and Johnson trete ich für eine offene Kommunikation über CED ein – dafür engagiere ich mich im Rahmen der Aufklärungskampagne ‚Einfach sagen, was dahintersteckt.
"So führen wir beispielsweise regelmäßige Interviews mit Betroffenen, Angehörigen, Ärzt:innen und Psycholog:innen rund um die Colitis ulcerosa und den Morbus Crohn. Wir sprechen aber auch über die Erkrankung selbst und über Ernährung, Sport oder Reisen mit CED – eben alle Themen, die dazugehören. Die Gespräche findest du hier auf der Seite im Podcast- oder Videoformat.
Désirée bekam die Diagnose Colitis ulcerosa mit 14 Jahren. Mittlerweile lebt sie, nach einer Vielzahl von Operationen, ohne Dickdarm. Nach verschiedenen Stomata hat Désirée nun einen J-Pouch, wodurch sie wieder „normal zur Toilette gehen“ kann.
Désirée hat trotz ihres schweren Krankheitsverlaufes eine sehr positive Einstellung zum Leben: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“. Ihren Pouch hat sie bereits einige Jahre und findet, dass dieser ihr Leben sehr positiv verändert hat.
Für die Journalistin ist offene Kommunikation nicht nur im Job, sondern gerade bei einer CED besonders wichtig. Denn der Austausch mit Freund:innen und Familie, aber vor allem auch mit anderen Betroffenen, hat ihr viel Kraft gegeben. Genauso wie ihre Psychotherapie, über die sie auf ihren Kanälen ebenfalls offen spricht.
(00:00:35) Vorstellung des heutigen Gastes: Désirée
(00:01:37) Der Bauch als Schlachtfeld: Warum Désirée Schwierigkeiten hatte, ihren Körper anzunehmen
(00:04:53) Andere Menschen und ihr Einfluss auf das Selbstbild von Eva und Désirée
(00:08:23) Sport, darüber sprechen oder doch etwas anderes: Was hilft Eva und Désirée dabei, ihren Körper anzunehmen?
(00:16:14) Du bist okay! Warum deine Narben eine Geschichte erzählen und wie Humor helfen kann
(22:41) Outro
Eva [00:00:00] Willkommen zu „Klartext“ – dem Podcast über CED. Mein Name ist Eva und ich habe Morbus Crohn. In dieser Podcast-Reihe möchte ich euch an meiner Geschichte teilhaben lassen und zeigen, wie ich gelernt habe mit der Erkrankung umzugehen.
Hallo, zu einer neuen Folge von „Klartext“. Heute ist das Thema: Körperliche Veränderungen und wie wir damit umgehen. Dazu habe ich Desiree telefonisch zugeschaltet und wir werden uns darüber unterhalten, wie wir die körperlichen Veränderungen durch die CED wahrgenommen haben und wie wir damit umgehen. Zuerst einmal: Schön, dass du da bist, Desiree! Hallo!

