
Die Pflege von Haut und Nägeln ist bei einigen Lungenkrebsbehandlungen besonders wichtig. Haut- und Nagelreaktionen wie z.B. Ausschlag, Juckreiz oder Nagelwallinfektionen sind typische Nebenwirkungen einiger Lungenkrebstherapien. Die Veränderungen können unterschiedlich ausgeprägt sein und prophylaktische Maßnahmen können helfen, diese zu reduzieren und ihnen aktiv vorzubeugen. Prophylaxe, einschließlich präventiver Haut- und Nagelpflege, ist daher wichtig, um das Risiko und den Schweregrad von Haut- und Nagelreaktionen während einer Lungenkrebsbehandlung möglichst gering zu halten.
Die Symptome, welche bei Haut- und Nagelreaktionen auftreten können, sind sehr vielfältig. Neben Rötung, Schwellung und erhöhter Empfindlichkeit gehören u. a. auch Trockenheit, Juckreiz und Brennen zu den möglichen Anzeichen. Des Weiteren können die betroffenen Stellen sehr empfindlich sein, Papeln oder Pusteln auftreten oder sich die Haut an den entsprechenden Bereichen abschälen. Es sind auch weitere, hier nicht genannte Reaktionen möglich. Die Reaktionen sind nicht auf einzelne Körperstellen begrenzt, sondern alle Körperteile können betroffen sein. Je nach der Art der Reaktion treten diese häufig an den Füßen oder Händen, auf dem Kopf oder im Gesicht bzw. auf der Brust oder dem Rücken auf.
Es ist wichtig, dass Veränderungen frühzeitig erkannt, mit dem behandelnden Arzt zeitnah besprochen und behandelt werden. Die ersten Anzeichen können bereits früh nach der Behandlung auftreten. Untersuchen Sie deshalb am besten täglich Ihren ganzen Körper auf Veränderungen. Denken Sie dabei auch an Stellen, die Sie nicht so leicht einsehen können, wie der Rücken oder die Kniekehle. Bitten Sie bei Bedarf eine vertraute Person, Ihnen dabei zu helfen.
Begrenzen Sie Sonneneinwirkung während und für zwei Monate nach der Behandlung so gut es möglich ist. Sobald Sie ins Freie gehen sollten Sie immer Sonnencreme mit sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF ≥ 30) auftragen. Dies gilt auch an bewölkten Tagen. Es ist ratsam immer eine Kopfbedeckung sowie zusätzliche Sonnencreme einzupacken.
Tragen Sie mindesten zweimal täglich eine milde, nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege (auf Ceramidbasis) in sanften Bewegungen auf Ihre Haut auf. Beim Duschen sollten Sie lauwarmes Wasser verwenden, da heißes Wasser die Haut stark beanspruchen kann. Tupfen Sie Ihre Haut sanft trocken und tragen Sie nach dem Duschen erneut die oben beschriebene Feuchtigkeitspflege auf.
Verwenden Sie beim Haarewaschen milde Shampoos und Haarspülungen, färben Sie Ihre Haare nicht und schützen Sie Ihre Kopfhaut, indem Sie Hitze durch Föhnen vermeiden.
Schützen Sie Ihre Mundschleimhaut, indem Sie ausreichend trinken (1,5-2 l), eine weiche Zahnbürste benutzen und sich gesund und ausgewogen ernähren (kein scharfes Essen und keine säurehaltigen Getränke). Bei Beschwerden im Mundbereich, können Sie Ihre Lippen eincremen, Eiswürfel lutschen oder mit lauwarmen Kamillentee spülen.
Weite und weiche Kleidung sowie bequeme, nicht zu eng sitzende Schuhe helfen dabei, die Haut zu schonen und Druckstellen zu vermeiden.
Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Nagelpflege und kontrollieren Sie Ihre Nägel auf Veränderungen. Schneiden Sie die Nägel regelmäßig, jedoch nicht zu kurz, und schieben Sie die Nagelhaut nicht zurück. Verzichten Sie möglichst auf Nagellack und künstliche Nägel, um Reibungen und Druck zu vermeiden.
Verwenden Sie beim Händewaschen eine desinfizierende Seife, um Keime zu reduzieren.
Bei Haus- und Gartenarbeiten ist es hilfreich Handschuhe zu tragen. Dadurch schützen Sie Ihre Hände sowie Ihre Nägel und verringern das Risiko von Verletzungen.
Denken Sie daran: Jeder Mensch hat eine individuelle Behandlungs- und Hautpflege-Reise. Fragen Sie Ihr Gesundheitsteam um Rat, falls Sie Fragen haben. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin sowie Apotheker:innen beraten Sie gerne und helfen Ihnen, passende Pflegeprodukte für Sie zu finden.
Um Hautreaktionen vorzubeugen, ist es wichtig, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und regelmäßig Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden. Eine milde, nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege sollte mindestens zweimal täglich aufgetragen werden. Beim Duschen ist lauwarmes Wasser empfehlenswert, anschließend sollte die Haut sanft abgetrocknet und erneut eingecremt werden. Auch sanfte Kopfhautpflege, gute Mundhygiene und das Vermeiden von Druckstellen durch weite, bequeme Kleidung können die Haut schützen.
Für die Nagelpflege ist eine regelmäßige Kontrolle auf Veränderungen wichtig. Die Nägel sollten nicht zu kurz geschnitten werden, und die Nagelhaut nicht zurückgeschoben werden. Auf künstliche Nägel und möglichst auch auf Nagellack verzichten. Beim Händewaschen kann eine desinfizierende Seife verwendet werden, um Keime zu reduzieren. Zusätzlich schützen Handschuhe bei Haus- und Gartenarbeiten Hände und Nägel vor Verletzungen.
Haut- und Nagelpflege ist wichtig, da einige Lungenkrebsbehandlungen Haut- und Nagelreaktionen verursachen können. Prophylaktische Maßnahmen können helfen, diese Veränderungen zu reduzieren und ihnen vorzubeugen. Ziel ist es, das Risiko und den Schweregrad der Reaktionen während der Behandlung möglichst gering zu halten.
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