
Über Lungenkrebs bestehen zahlreiche Vorurteile und Missverständnisse. Manche davon enthalten einen wahren Kern, andere greifen zu kurz oder stammen aus einer Zeit, in der Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten deutlich begrenzter waren als heute. Erfahren Sie hier, welche verbreiteten Annahmen über Lungenkrebs dem aktuellen Stand von Medizin und Forschung standhalten – und welche nicht.
Lungenkrebs gehört nach wie vor zu den häufigsten und folgenschwersten Krebserkrankungen in Deutschland.1 Gleichzeitig hat sich das Wissen über die Erkrankung in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Moderne Diagnoseverfahren ermöglichen eine frühere Erkennung, neue Medikamente haben die Behandlungsmöglichkeiten erweitert und die Forschung liefert immer genauere Erkenntnisse über verschiedene Tumorarten. Lungenkrebs wird heute deshalb differenzierter betrachtet als noch vor wenigen Jahrzehnten.23
Gleichzeitig kursieren weiterhin zahlreiche Mythen rund um Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorsorge. Einige enthalten einen wahren Kern, viele sind jedoch längst widerlegt oder greifen zu kurz. Der nachfolgende Faktencheck kann dabei helfen, Fakten und Fehleinschätzungen voneinander zu unterscheiden, die Erkrankung besser zu verstehen und informierte Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen.
Stimmt nicht! Bei Lungenkrebs hängt die Prognose maßgeblich vom Stadium der Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose und von den Eigenschaften des individuellen Tumors ab.
Lungenkrebs ist eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Aufgrund von Früherkennungsmaßnahmen und modernen Therapieoptionen ist die Krankheit jedoch nicht mehr automatisch ein Todesurteil. Wird der Tumor im Anfangsstadium erkannt, bevor sich Metastasen gebildet haben, kann er häufig operiert und unter Umständen auch geheilt werden.6 Zudem haben moderne Therapien wie Immuntherapien und zielgerichtete Medikamente die Palette der Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Auch wenn eine Heilung nicht möglich ist, haben viele Betroffene heute eine längere Lebenserwartung und eine bessere Lebensqualität als noch vor wenigen Jahrzehnten.67
Mehr Informationen zu Therapieoptionen bei Lungenkrebs finden Sie auf unserer Website J&J withMe - Lungenkrebs.
Wichtig zu wissen: Seit April 2026 wird besonders gefährdeten Personen ein kostenloses, jährliches Lungenkrebs-Screening angeboten. Die Vorsorgeuntersuchung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lungentumor im Anfangsstadium erkannt wird und verbessert dadurch die Chance auf Heilung.
Stimmt nicht! Husten ist zwar ein häufiges Symptom bei Lungenkrebs, aber er tritt nicht bei allen Betroffenen auf.
Das Frühstadium einer Lungenkrebs-Erkrankung verläuft meist ganz ohne spür- oder sichtbare Anzeichen. Deswegen werden Tumore in der Lunge häufig relativ spät erkannt. Auch in fortgeschrittenem Stadium sind die Symptome oft unspezifisch. Husten ist dabei ein wichtiges Symptom, dass viele, aber nicht alle Patientinnen und Patienten betrifft. Weitere mögliche Symptome sind u. a.:8
Mehr Informationen zu Anzeichen und Symptomen von Lungenkrebs finden Sie auf unserer Website J&J withMe - Lungenkrebs.
Stimmt! Ein Rauchstopp senkt das Lungenkrebsrisiko – und zwar unabhängig vom Alter und der bisherigen Rauchdauer.
Je länger und je mehr jemand raucht, desto höher ist das Risiko für Lungenkrebs.9 Ein Rauchstopp führt umgekehrt nicht nur dazu, dass das Risiko nicht weiter steigt – mit den Jahren sinkt die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken kontinuierlich.910 Nach 10 Jahren hat sich das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, halbiert. Andere positive Effekte auf die Gesundheit sind bereits sehr viel schneller nach dem Rauchstopp nachweisbar und wirken sich auch dann positiv aus, wenn bereits ein Lungentumor besteht.1011
Wichtig zu wissen: Mit dem Rauchen aufzuhören, ist eine beachtliche Leistung, die oft Unterstützung benötigt und jede Menge Anerkennung verdient. Holen Sie sich die Hilfe, die Sie benötigen! Mehr Infos finden Sie hier.
Stimmt nicht! Lungenkrebs tritt zwar deutlich häufiger bei älteren Menschen auf, kann aber grundsätzlich in jedem Erwachsenenalter entstehen.
Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu: Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 68-70 Jahren.2 Dennoch können auch jüngere Menschen betroffen sein, insbesondere wenn sie bestimmten Umweltfaktoren, wie z. B. Luftschadstoffen ausgesetzt sind bzw. waren oder ein erblich bedingtes genetisches Risiko vorliegt.9 Deshalb sollte Lungenkrebs nicht als reine „Alterskrankheit“ betrachtet werden.
Mehr Informationen zu möglichen Ursachen für Lungenkrebs finden Sie auf unserer Website J&J withMe - Lungenkrebs.
Stimmt nicht immer! Für Menschen mit hohem Risiko für Lungenkrebs überwiegt der Nutzen des Screenings die möglichen Nachteile.
Beim Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT wird der Körper Röntgenstrahlung ausgesetzt. Zudem kann die Vorsorgeuntersuchung zu falsch-positiven Befunden und Überdiagnosen führen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass der Nutzen eines regelmäßigen Lungenkrebs-Screenings für langjährige Raucher (mind. 15 Packungsjahre) im Alter von 50-75 Jahren die Risiken der Früherkennungsmaßnahme überwiegt. Diese Personengruppe hat daher in Deutschland Anspruch auf ein jährliches Lungenkrebs-Screening.412
Prüfen Sie Ihren Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening mittels eines interaktiven Tools und finden Sie viele weitere nützliche Informationen zur Vorsorgeuntersuchung über die Kampagne „DU BIST AM ZUG!“
Stimmt! Lungenkrebs-Erkrankungen sind so verschieden, wie die Menschen die sie betreffen. Entsprechend unterschiedlich können Prognose und Behandlung ausfallen.
Seit langem schon unterscheiden Fachleute zwischen kleinzelligem und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Untergruppen, die sich hinsichtlich ihrer genetischen Eigenschaften und ihres Wachstumsverhaltens unterscheiden.23 Deshalb wird die Behandlung heute in Abhängigkeit von Tumorart, Stadium und molekularen Merkmalen zunehmend individuell geplant.3
Wichtig zu wissen: Zwei Menschen mit der Diagnose „Lungenkrebs“ können eine sehr unterschiedliche Behandlung erhalten. Auch die individuellen Wünsche und Vorstellungen einer Person spielen bei der Therapiewahl eine Rolle.3
Mehr Informationen zu Therapieoptionen bei Lungenkrebs finden Sie auf unserer Website J&J withMe - Lungenkrebs.
Lungenkrebs ist noch immer eine komplexe und schwere Erkrankung. Wissenschaftliche Forschung zu Früherkennungsmaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten haben jedoch dazu geführt, dass der Mythos, die Diagnose Lungenkrebs sei zwangsläufig ein Todesurteil, nicht mehr zutrifft. Wenn Sie oder eine Angehörige bzw. ein Angehöriger von Lungenkrebs betroffen sind oder Sie Angst haben, an Lungenkrebs zu erkranken, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin. Werden Sie aktiv und nehmen Sie Vorsorgeangebote wahr, wenn Sie ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko haben und hören Sie mit dem Rauchen auf, falls das noch nicht geschehen ist.
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Erfahren Sie auf unserer Übersichtsseite mehr über die Erkrankung, moderne Diagnoseverfahren, Therapieoptionen und unterstützende Angebote für Betroffene und Angehörige.
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